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Eine Oase des Glaubens - Fronleichnamsfest auf der Liebfrauenhöhe


Fronleichnamsprozession auf der Liebfrauenhöhe bei strahlendem Wetter (Foto: Karten)

SAL. „Mit einer besonderen Atmosphäre.“ „In Ruhe und Stille.“ „Würdig und echt fromm.“ So erleben ca. 450 Menschen aus allen Altersschichten und verschiedenen Gegenden Deutschlands – vom Allgäu bis zum Rheinland – die diesjährige Fronleichnamsprozession auf der Liebfrauenhöhe. Den mittlerweile internationalen Helferstab beim Legen der Teppiche kennzeichnet P. Dr. Lothar Penners, Hauptzelebrant beim Festgottesdienst, als „frohe Gemeinschaft von Menschen, die mit Freude an dieser Augen- und Herzenslust mitschaffen“.

 


Die Kraft empfangen: Das Motiv der Geisttaube durchzieht alle Blumenteppiche (Foto: Karten)

 

Die Kraft empfangen

Das alle Blumenteppiche verbindende Symbol der Geisttaube bringt das diesjährigen Thema ins Bild: Die Kraft empfangen. Wie Heiliger Geist und Eucharistie zusammengehören, so P. Penners in seiner Kurzpredigt, zeigen die Motive der vier Blumenteppiche. Dass die Erläuterung der Motive nicht in der Predigt folgt, sondern beim jeweiligen Altar meditativ dargeboten wird, kommentieren viele sehr positiv. Dadurch ist die Eucharistiefeier „nicht überladen“ und Kopf und Herz freier für die Verkündigung an den vier Altären. Dass die Texte ganz auf das Thema abgestimmt sind und die Motive der Blumenteppiche aufgreifen, trägt bei zum Erleben von Einheit und Tiefe.

 

 


Ehepaar S.: „Es war wunderschön, harmonisch,
so gut organisiert!“ (Foto: Karten)

Besondere Atmosphäre

 

„Weil hier eine besondere Atmosphäre ist“, die in ihrem Dorf so nicht zustande komme, nehmen Gabi E. und Roswitha P. auch in diesem Jahr zusätzlich auch wieder an der Prozession auf der Liebfrauenhöhe teil. Es ist vieles, das im Zusammenwirken zu dieser Atmosphäre beiträgt. Da sind die „passenden, tiefen Texte“, die „richtig beten“ lassen. Dazu trägt „das gute und gekonnte Spiel der Musikkapelle und der schöne Gesang des Schwesternchors“ bei. Dazu gehört die Blüten- und Farbefülle der Teppiche, die nur durch die großzügigen Spenden von Gärtnereien möglich ist.

 


Ein Ehepaar, das zum ersten Mal da ist:
„Danke für diese Oase des Glaubens!“ (Foto: Karten)

 

Und nicht zuletzt sind es die Anwesenden selber, die die Atmosphäre prägen. Das sind Menschen, die mit Freude jedes Jahr kommen, für die Fronleichnam auf der Liebfrauenhöhe „dazugehört“, die gerne eintauchen in eine große Gemeinschaft von Glaubenden. Und dazu zählen sich auch evangelische Christen. Das sind auch Menschen, die einfach kommen, „um zu danken und zu loben“, wie Annette H. zum Beispiel. Sie hat in ihrem Heimatort selber einen Fronleichnamsteppich in Regie und genießt es, jetzt „nur für sich“ dabei zu sein.

 

 

 


„Danke, dass wir hier helfen dürfen.“
(Foto: Karten)

Mitwirken – ein „Dürfen“

„Was muss man tun, dass man hier helfen darf?“ Theresia S. aus Jettingen spürt etwas von dem hohen Stellenwert, den die Zugehörigkeit zum Helferstab offensichtlich hat. Familie K. aus Mötzingen kommt einen Tag früher aus dem Urlaub zurück, damit ihre beiden Mädchen mithelfen können. Weil Jakob K. ministrieren darf, „muss“ natürlich die ganze Familie mitkommen. Auch der Musikverein Ergenzingen bedankt sich, dass sie jedes Jahr am Fronleichnamsfest spielen dürfen, denn „hier ist es etwas Besonderes“. Helene Z. aus Böblingen gehört seit ca. 10 Jahren zum Helferstab. Sie erlebt die Gruppe der ca. 20 Helferinnen und Helfer „wie eine Familie“. „Wir haben uns hier kennengelernt“, strahlt Balbina M. aus Kissleg, die sich dieses Mal am Säubern der Wege beteiligt, weil schon genügend Blumenleger da sind. Die Freude auf das Wiedersehen, das Dabeisein und Mitschaffen verbindet die ganz unterschiedlichen Menschen.

 


Stärkung und Erfrischung für die Helfer am
„kommunikativen Getränkestand“ (Foto: Karten)

Viele schöne Begegnungen

„Es gibt so viele schöne Begegnungen. Das Fest gehört einfach auch dazu“, nennt Ehepaar K. ungefragt als Grund, dass sie lange nach dem Mittagessen „immer noch da“ sind. Den ganzen Nachmittag ist ein buntes Treiben und Prozessieren auf der Liebfrauenhöhe. Das Wetter ist optimal für die nicht zu zählenden Menschen, die zum Bestaunen und Fotografieren der Blumenteppiche kommen. Conny S. aus Sigmaringen ist nicht die Einzige, die es bedauert, dass sie nicht schon zum Gottesdienst und zur Prozession da war. Nächstes Jahr dann. „Sagen Sie allen Dank, die zu diesem schönen Fest beigetragen haben.“ Eva D. formuliert, was viele denken und empfinden.

 

 


Den ganzen Tag herrscht ein buntes Treiben auf der Liebfrauenhöhe (Foto: Karten)